Die Stadt Ovada (Provinz Alessandria) liegt abseits touristischer Pfade und lädt auf der Fahrt nach Genua leider optisch nicht auf Anhieb zu einem Besuch ein. Es ist aber ganz das Gegenteil der Fall. Schon für die Römer war die Stadt ein Durchgangsort um von der Ebene zum Meer zu gelangen, wie der Name aus der Antike „vada“ schon verrät. Hier läuft das Land der Weine, Wälder und der Türme im Süden in den Gipfeln des ligurischen Apennin aus. Das Piemont und die ligurische Küste verbindet sich hier im Einfluss auf Küche, Atmosphäre und Mentalität.
Der alte Stadtkern ist absolut sehenswert und lohnt sich vor allem, wenn man das Glück hat einen der seltenen Antik- und Trödelmärkte mitzuerleben, die an allen Festtagen des Jahres stattfinden. (1. November, 8. Dezember, 1. Mai etc.).
Die Altstadt ist dann voller Stände, die Geschäfte putzen sich extra heraus und es wimmelt von interessanten und interessierten Menschen, die das Flair des „Alten“ lieben. Die Hauptgeschäftsstraße im Fußgängerbereich ist reich gespickt mit kleinen liebevoll eingerichteten Lädchen sowie Designer- und Antikgeschäften. Der Hauptplatz bietet viel Fläche für diverse Stände und gibt dem Markt mit diversen Cafés, Tischen und Stühlen zum draußen verweilen zu jeder Jahreszeit das nötige Ambiente, was einen Stadtbummel ausmacht. Ein Cappuccio und ein Biscotto della salute, eine Art Zwieback nach Art des Genueser Lagaccio-diagonal geschnitten, leicht und knusprig mit Anisaroma bieten sich für eine „Shoppingpause“ unter freiem Himmel –auch mit Wollmütze- an.
Zwischen den beiden Plätzen Garibaldi und San Domenico liegt die Chiesa dell´Assunta aus dem 18. Jahrhundert mit zwei hohen Glockentürmen und einer großen Kuppel, die Sinnbild der Stadt Ovada darstellt. Sehenswert ist die ehemalige romanische Pfarrkirche Loggia di San Sebastiano oder auch der englische Landschaftsgarten der Jugendstilvilla Gabrieli am Rande der Stadt.