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kurz und bündig

  • Ort: Loazzolo
  • Lage: Grenze von Langhe und Monferrato
  • Sprachen: Italienisch, Englisch und Basisdeutsch
  • Weine: Biologische Weine, primär rot
  • Besonderheit: Schwerpunkt NATUR (WWF OASE); ; gut mit einem Naturpfad zu verbinden

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Forteto della Luja

Das Besondere am Weingut FORTETO DELLA LUJA ist, dass es nicht nur ein Weingut ist, sondern eine Naturoase, in der im wahrsten Sinne des Wortes die Natur tatsächlich noch von Grund auf natürlich ist. Die Familie Scaglione ist in der sechsten Generation im Besitz dieses außergewöhnlichen Platzes. Und von Generation zu Generation wurde er zu dem, was er heute ist.

Es wurde in der Vergangenheit neben den Weinbergen auch landwirtschaftlich gearbeitet, Käse hergestellt und Fruchtbäume angebaut. Die alten Steingewölbe des relativ kleinen Weinkellers lassen sich bis ins Jahr 1700 zurückverfolgen, wo die Familie viele Jahre einen Teil für den Eigenbedarf gekeltert und die übrigen Trauben verkauft hat. Erst ab 1985, nach etlichen Auszeichnungen für die besondere Qualität der Trauben, begannen sie mit einer Spätlese, die 1992 mit D.O.C. Loazzolo vendemmia tardiva (Spätlese) ausgezeichnet wurde.

Der Eigentümer, Giancarlo Scaglione, Önologe und Biologe, unter anderem als Weinbauberater tätig, und Miteigentümer eines Forschungs- und Analyselabors, hat die Führung des Winzerbetriebes seinen Kindern Giovanni und Silvia übergeben.
Seine Tochter ist für die kaufmännische Leitung verantwortlich, sein Sohn betreut die technische Leitung des Weinguts, macht die Degustationen und erklärt bei Interesse viele fundierte Hintergründe über Weinbau, Flora und Fauna, die Region der Langhe und des Monferrato und nicht zuletzt über die Orchideen, von denen dort 21 verschiedene Arten gezählt wurden. Anfang 2007 wurde in den Weinbergen die WWF-Oase „Forteto della Luja“ gegründet. Sie befindet sich zugehörig zu dem kleinen aber famosen Dorf Loazzolo, Richtung Canelli, geografisch genau zwischen Bubbio, Canelli und Cassinasco, auf 550 Metern über dem Meeresspiegel.

Die erzeugten Weine werden seit jeher auf traditionelle Weise hergestellt und die Weinberge aufgrund ihrer geografisch speziellen Position sowie wegen der steilen Hanglage alle von Hand bearbeitet, sowie schon seit jeher auf Unkrautvernichtungsmittel verzichtet und nach den heutigen biologischen Richtlinien gearbeitet wurde. Dadurch, dass hier nicht nur auf „BIO“ umgestellt wurde, sondern schon generationsübergreifend traditionell und somit nach heutiger biologischer Norm gearbeitet wurde, kann hier tatsächlich von gesunden Trauben gesprochen werden: der Boden ist „von Grund auf“ natürlich und der Zustand der Reben hängt primär vom Zustand des Bodens und seines Nährstoffgehaltes ab. Ein Beispiel für die natürliche Bekämpfung schädlicher Insekten, ist das Vorkommen entsprechender Vögel mit ihren Brutstätten.

Aus dieser sorgfältigen Arbeit gehen fünf Weine sowie ein Grappa hervor...

Le Grive
Ist ein leichter Barriques-Wein (Barbera und Pinot Nero) mit fruchtigem Aroma und ausgeprägtem Bouquet, vanillig und samtig im Abgang.
Mon Ross
Ist ein taninarmer, fruchtiger Wein, frisch und vollmundig und schmeckt ideal zu hellem Fleisch oder Pasta, oder etwas gelagert auch zu Braten und Käse.
Moscato D´Asti
Der typische Moscato der Region hier besonders charakteristisch im Aroma mit fruchtigen Noten, Salbei, Blüten und Honig.
Brachetto
Ein natursüßer Wein, rot und aromatisch mit einem Geschmack von getrockneten Rosenblättern, Himbeeren und einer angenehmen Vanille im Abgang.
Spätlese aus Loazzolo
Typischer weißer Meditationswein. Süß aber nicht zu süß, besondere Note, einprägsamer Duft von Eleganz und edlem Fruchtgeschmack.
Grappe
Forteto della Luja ´
weißer´ Grappa aus Trester der Forteto della Luja-Traube
Le Grive ´dunkler´ Grappa aus Trester der Le Grive-Traube   

... die man gerne und kostenlos (nach vorheriger Anmeldung) degustieren kann. Wer möchte kann anschließend (oder vorher) einen halbstündigen Spaziergang durch die Oase machen (auch mit Mountainbike möglich) und Orchideen, Pflanzen, Tiere, wilde Kräuter, Schmetterlinge, Vögel und einen atemberaubenden Blick über Langhe und Monferrato bis hin zu den Alpen und Alessandria genießen. Der Rundweg ist gut gekennzeichnet und mit Tafeln versehen, die Flora und Fauna erläutern.

Degustationen oder Führungen sind in italienisch, englisch und (etwas) deutsch möglich.
Es ist ein ruhiger, besonderer und bescheidener Ort, wo man sehr freundlich empfangen und wenn man möchte mit vielen nützlichen Informationen versogt wird. Geheimtipp ;-)

Azienda Agr. Forteto della Luja
Regione Candelette, 4
I-14051 Loazzolo (AT)
Tel. (0039) 0144-87197